Was passiert, wenn Lernende aus verschiedenen Ländern und Kulturen gemeinsam echte Projekte realisieren?
«The Horse» Projekt macht genau das möglich: praxisnah, interkulturell und mit Freude am Entdecken.

Was online beginnt, führt zu Einblicken in die Praxis vor Ort und wird zum Ausgangspunkt lebendiger, internationaler Erfahrungen. Im Zentrum stehen Zusammenarbeit, erfahrungsbasierte, gemeinsame Projekte oder Showcases mit globalen Perspektiven ohne physische Mobilität – gelebtes Internationalization@home.
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«The Horse» ist ein COIL-Pionierprojekt (Collaborative Online Learning) für die schweizerische und internationale Berufsbildung, das 2016 initiiert wurde. 2024 erhielt «The Horse» von Movetia (movetia.ch)*) eine Mitfinanzierung für ein Pilotprojekt, das Anfang 2026 abgeschlossen wurde.
Im Rahmen dieses Pilotprojekts wurden das Konzept, der digitale Aktionsraum und die BEFTER-Methode**) unter wissenschaftlicher Begleitung weiterentwickelt, erprobt und konsolidiert.
Damit sind die Grundlagen für die Fortentwicklung und breitere Anwendung von «The Horse» gelegt.
*) Movetia ist die nationale (CH) Agentur zur Förderung von Austausch und Mobilität im Bildungsbereich
**) BEFTER, «before and after the experience», siehe unten
“Gesundheitsbooster im Vergleich”
Schweiz trifft Indonesien – ein Beispielprojekt
Die Berufsschülerin Abigail aus Indonesien und der Berufsschüler Joas aus der Schweiz lernten sich an einem interkulturellen Event von «The Horse» kennen. Aus dem ersten Austausch entstand eine gemeinsame Projektidee: Was stärkt Gesundheit auf natürliche Weise – und wie wird das in der Schweiz und Indonesien verstanden?
Das interkulturelle Team hat Praxiserfahrungen vor Ort gesammelt, d.h. Abigail in Jakarta, Indonesien, und Joao in Bülach, Schweiz. Abigail führte ein Interview mit einem Apotheker und Joao mit der einstigen Miss Schweiz Jastina Doreen Riederer. Die lokale Praxis wurden untersucht und verglichen, um herauszufinden, wie das Thema Gesundheit in der Schweiz und in Indonesien kulturell geprägt, erklärt und gelebt wird. Im Januar 2026 wurde ihr kollaboratives Projekt Health Boosters compared – Switzerland meets Indonesia auf dontwastemy.energy veröffentlicht.

Bis heute wurden mehr als 230 Kollaborationsprojekte zu den verschiedensten Themen auf dontwastemy.energy publiziert.
Wie funktioniert’s?
So coole Projekte entstehen nicht von selbst. The Horse Ambassadors und Koordinatoren begleiten die Projektteams, Lernenden und die Lehrenden über den gesamten Zyklus.

Methodik: Orientierung an COIL (Collaborative Online International Learning) und der eigenen «BEFTER»-Methode (BEFore & afTER the experience, PDF), einer wissenschaftlich fundierten Lernlogik mit sieben Schritten (Leuchttürme) für kollaborative Projekte.
Erfahrung steht im Zentrum: z.B. Interview führen, Betriebe besuchen, Umfragen durchführen, usw.
Support: Ambassadors und Koordinatoren begleiten die Projektteams und Lehrpersonen über den gesamten Zyklus.
Plattform: Eine accountgeschützte, datensichere Website (“The Horse collab”) dient als niederschwelliger digitaler Aktionsraum. Hier werden Ideen diskutiert, ausgetauscht und kommentiert, Teams werden gebildet und arbeiten zusammen, zahlreiche Funktionen motivieren und erleichtern die Projektarbeit, wie z.B. der Videochat, Messenger, Gamification-Elemente, Member Card, usw.
Publizieren: Die Projekte werden auf dontwastemy.energy veröffentlicht und bleiben dauerhaft zugänglich.
Mitmachen: «The Horse» ermöglicht Institutionen und Lehrpersonen jederzeit einen unkomplizierten Einstieg.
Wer macht mit?

• Video mit den 25 Team-Pitches (vimeo.com)
Auch das Pilotprojekt unter der Beteilgung von Movetia ist klar als Kooperation angelegt. Mitgemacht haben 2024/25 mehr als 250 Lernende, verschiedene Partner aus der Berufsbildung, der interkulturellen Kompetenz und der Nachhaltigkeitsbildung. Genannt seien hier die Christ Nagar Higher Secondary School, die Universitas Indonesia, die L’école Chempaka Serene Valley (IND, lecoleserenevalley.com), die BNKP Vocational High School Gunungsitoli (IDN, sch.id), die Wirtschaftsschule KV Zürich, die Berufsschule Bülach (bsbuelach.ch), das ikik (ost.ch) der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Weitere Partner aus früheren Jahren kamen aus Deutschland, Belgien, Saudi Arabien, der Türkei und in der Wirtschaftsschule KV Wetzikon hat alles 2016 begonnen.
Stimmen von Beteilgten
https://www.instagram.com/dontwaste_myenergy/
Benefits und Besonderheiten für die Lernenden und Lehrenden
🌍 Interkultureller Kontext: Direkter Austausch mit Peers weltweit bricht Vorurteile auf und schafft globales Bewusstsein.
🧠 Medienkompetenz: Praktische Anwendung zahlreicher digitaler Tools zur Projektarbeit und der Aspekte des Webpublishing.
💬 Sprachkompetenz: Lernende nutzen (oft zum ersten Mal) eine Fremdsprache in einem echten Projektalltag und mit Peers aus anderen Kulturen.
🛠 Projektkompetenz: Teilnehmende durchlaufen den kompletten Projektzyklus von der Idee, Planung, Realisierung bis zur Publikation auf dontwastemy.energy und der Propagation.
📍🚶Lernen durch Erfahrungen vor Ort:
🎓 Zertifizierung: Teilnehmende erhalten ein «The Horse»-Zertifikat, das Rollen (z.B. Teamleader, Media Creator) und erworbene Kompetenzen dokumentiert.
BEFTER
Ein starker Ansatz: online verbunden, vor Ort erfahren. Wissen entsteht nicht nur im Austausch, sondern dort, wo es beobachtet, erlebt und eingeordnet werden kann.
Studie zur Wirkung von «The Horse» Projekt und der «BEFTER» Methode
Die Evaluationsstudie 2026, durchgeführt durch das ikik – Institut für Kommunikation und Interkulturelle Kompetenz (ost.ch), Ostschweizer Fachhochschule, OST unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Kammhuber zeigt:
Das Programm kann starke Effekte auslösen und wird teils als Ausgangspunkt für weitere internationale Aktivitäten oder sogar als Wendepunkt in der eigenen Biografie erlebt.
Die Lernenden berichten in grosser Mehrheit von positiven Effekten auf
- ihre Selbstreflexions- und Selbstmanagement-Fähigkeiten sowie ihr Selbstvertrauen
- ihre sozialen Kompetenzen
- ihr Interesse für andere Kulturen und die eigene Kultur
- ihr Selbstvertrauen in ihre Fremdsprachenkenntnisse
Dabei zeigen sich länderspezifische Effekte. Die internationalen Lernenden berichten über stärkere Effekte als die Schweizer Lernenden.
Entscheidend für den Erfolg des Programms bzw. auch weniger starke Wirkungen waren die altersgerechte Zusammenstellung der internationalen Projektgruppen, die Möglichkeit zur direkten internationalen Begegnung, die zeitliche Koordination der beteiligten Gruppen im Gesamtprojekt und über verschiedene Zeitzonen hinweg.
Die Ergebnisse liefern evidenzbasierte Hinweise zur Weiterentwicklung des «The Horse» Projekts und von COIL-Programmen allgemein.
Grundlagen: Die “BEFTER-Methode” aus der Sicht der (interkulturellen) Lernforschung (PDF)
Wie geht’s weiter?
Aktuell werden allwöchentlich Schulungen für Ambassadoren durchgeführt, Lehrpersonen und Lernende sowie die Entwicklung und Erprobung der digitalen Kollaborationsumgebung, ….
Links
- THE ! association (the-horse.education), Vereinswebsite
- The Horse Team (the-horse.education)
- Publizierte Projekte (dontwastemy.energy)
- Weltkarte mit Projekten (umap.osm.ch, Open Street Map)
- Projektteams (dontwastemy.energy)
- The Horse Instagram (instagram.com)
- The Horse Facbook (facebook.com)
Dokumente
- The Horse Factsheet 2025 (PDF)
- The Horse Infoblatt (PDF), eine Übersicht
- Die “BEFTER-Methode” aus der Sicht der (interkulturellen) Lernforschung (PDF)
Prof. Dr. Stefan Kammhuber (ost.ch), Leiter ikik (Institut für Kommunikation und interkulturelle Kompetenz), Ostschweizer Fachhochschule OST (ost.ch)
THE ! association
Eliane Suter, Präsidentin von
The Horse Education ! association
Friedheimstr. 5, c/o B. Jäckli
8057 Zürich, Switzerland
the-horse.education
engage@the-horse.education
Notes, temp:
Ein starker Ansatz: online verbunden, vor Ort erfahren. Wissen entsteht nicht nur im Austausch, sondern dort, wo es beobachtet, erlebt und eingeordnet werden kann.